Relight my fire

Ich bin wirklich ein wenig gerührt. Vor gut zwei Wochen habe ich hier im Blog die monatlichen Verkaufszahlen meines Romans „Soap“ veröffentlicht. Diese waren mehr als bescheiden. Aber ich hatte mich eigentlich damit abgefunden und wollte mich auf mein neues Projekt „Nicht von dieser Welt“ konzentrieren. Plötzlich gab es aber eine Welle von positivem Feedback zu dem Buch, den Verkaufszahlen und meine Engagement als Selfpublisher. Und dann hat sich Johannes Zum Winkel bei mir gemeldet und Hilfe angeboten.

Johannes betreibt die derzeit wichtigste deutsche Internetseite, auf der gute und günstige eBooks promotet werden: xtme.de! Er hat in den letzten Jahren ein sehr gut funktionierendes System aufgebaut mit beeindruckend vielen Lesern, die sich regelmäßig bei ihm über Gratisangebote oder günstige eBooks informieren. Schon bei früheren Aktionsangeboten und besonders bei meiner Gratisaktion mit „Irgendwas ist immer“ hat mir Johannes‘ Seite wertvolle Hilfe geleistet. Nun bat er an, „Soap“ mit einer neuen Strategie noch einmal einen Push zu geben.

Die Aktion sieht so aus, dass „Soap“ seit gestern bei Amazon (aber auch in allen anderen Shops wie z.B. beam-eBooks) für 99 Cent zu erhalten ist. Nur für kurze Zeit! Gleichzeitig machen wir über Johannes’ Seite ein Gewinnspiel, bei dem man das eBook 25 mal gewinnen kann. Das Gewinnspiel wird auf xtme.de prominent vorgestellt, dazu kommt eine regelmäßig auftauchende Werbung:

Soap Werbung

Das primäre Ziel der Aktion ist, durch gesteigerte Verkäufe und das Gewinnspiel das Ranking von „Soap“ deutlich zu verbessern und bei Amazon sichtbar zu werden. Die Gewinner des eBooks erhalten Gutscheine für Amazon, wodurch auch diese als Verkäufe für das Ranking gewertet werden. Mindestens die Gewinner sind also als neue „Verkäufe“ sicher. Die Hoffnung war, dass innerhalb der Woche, die die Aktion ungefähr laufen wird, auch ein paar zusätzliche Verkäufe dazukommen. Ich war ehrlich gesagt ein wenig skeptisch, ob das gelingt, nachdem in den letzten Wochen fast gar keine Bücher verkauft wurden.

Nun: Seit gestern wurden 30 eBooks verkauft, das Gewinnspiel hat über 100 Facebook-Likes und das Ranking bei Amazon steht heute Morgen bei 373 – das beste Ranking, das „Soap“ je hatte!

Rang 373

Ich bin baff. Und natürlich sehr glücklich, dass es anscheinend möglich ist, „Soap“ noch einmal zu pushen. Ich danke allen dafür, die die Aktion unterstützen – vor allem den vielen Leute, die das Gewinnspiel auf Facebook geteilt haben. Aber auch den Käufern. Niemand muss hier übrigens Skrupel haben, dass er ein „zu günstiges“ Buch kauft. Denn jeder Kauf hilft! Natürlich verdiene ich an den Verkäufen sehr wenig, aber sollte es gelingen, „Soap“ z.B. in die Top 20 bei Humor zu bekommen (derzeit ist es auf Rang 36 …), könnte die Sichtbarkeit bei Amazon zu einer großen Zahl an Verkäufen verhelfen.

Entscheidend ist natürlich, ob die Verkäufe dann auch weitergehen, wenn der Preis nach Ende der Aktion wieder auf 2,99 Euro gesetzt wird. Es ist also noch offen und für mich natürlich sehr spannend, ob es wirklich ein unerwartetes Happy End für „Soap“ gibt. Ich werde über die Entwicklung während und nach der Aktion berichten. Aber selbst wenn der Spaß dann wieder vorbei sein sollte: Es tut im Moment einfach saugut, dass „Soap“ so zahlreich auf die Kindles dieser Welt geladen wird! Danke!

 

8 Kommentare

Sam

Ich finds spannend, dass Deine Kurve so regelmäßig gezackt ist. Als wenn das Buch quasi nur an einem bestimmten Wochentag gekauft werden würde.
Und die Rubrik Humor ist ja echt arg umkämpft, da bin ich froh um meine Kategorien wo es sonst fast nichts als EBook gibt.

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Michael

Ich finde ja erstaunlicher, dass das jeweils nur ein Verkauf ist, der die Kurve da nach oben treibt. In ein vierstelliges Ranking kommt man schnell, aber danach …

Ja, Humor ist nicht leicht. Und dann habe ich ja noch Liebesroman, das ist noch schwerer! Aber jetzt bin ich immerhin schon auf insgesamt #327. Mal sehen …

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Sam

Mein bestes Ranking war #43 (aktuell ist es eher bei #800). Das hab ich nur geschafft, weil in sehr kurzer Zeit sehr viele Verkäufe waren und es hielt grad mal wenige Stunden.
Sich langsam im Ranking hocharbeiten ist extrem schwer. Man kommt höher, wenn man in kurzer Zeit sehr schnell steigt, wenn man also quasi viral wird.
Daher machen einige Leute ja Buchkauf-Parties, wo sie ihre Fans dazu anhalten, ihr neues Buch an einem bestimmten Tag zu kaufen, damit es dann im Ranking möglichst hoch kommt.

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Michael

Habe gerade noch gelesen, dass Amazon bei diesen zeitgleichen Pushs mittlerweile gegensteuert. Also die fallen sehr schnell wieder. Deswegen hoffe ich ja, dass nun mal eine Woche lang etwas mehr gekauft wird. Dann funktioniert es vielleicht auch mit den letztlich wichtigeren Beliebtheitslisten …

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Tim

Ich bewundere Deine Begeisterung und Dein Engagement. Deine Erfahrungen bestätigen aber auch meine Befürchtungen: Richtig lohnend (ganz profan in finanzieller Hinsicht) ist Self-Publishing nicht. Ich hatte es selbst einmal versucht, aber relativ schnell wieder aufgebenen, weil es sich eben abzeichnete, dass man den zeitlichen Aufwand (PR, „Leserbetreuung“, Aktionen etc.) quasi für lau betreibt.
Natütrlich kommt es dabei auch aufs Genre an, aber da hatte ich es mit „meinem“ – Horror/Thriller – wohl noch leichter als Du, und wie gesagt, es hat trotzdem, unterm Strich, nicht geklappt. Erstaunt oder sogar erschreckt hat aber auch mich, wie schnell man da in den Rankings sozusagen von null auf hundert kommt – wirklich eine Handvoll Verkäufe reichte uns, um aus dem Stand auf Platz drei oder vier in der Abteilung „Horror“ zu kommen. Danach hielten wir uns tagelang in den Top 10 und dann eine Zeit lang immerhin noch in den Top 100 – mit einer Verkaufszahl von insgesamt im unter(st)en dreistelligen Bereich.
Mir war meine Zeit dafür jedenfalls schnell zu schade, weil man natürlich auch schnell ins Nirwana abtreibt, sobald man aufhört, die Werbetrommel zu rühren. Außerdem hat man via Facebook & Co. auch schnell alle potenziellen Interessenten erreicht und abgegrast, und wer das Buch nach dem dritten Werbehinweis nicht gekauft hat, wird es auch nach dem vierten nicht tun, sondern einen eher „entfreunden“, blockieren oder sonst wie loswerden.
Dir wünsche ich weiterhin viel Erfolg und auch Spaß an der Sache; ich verfolge das Geschehen weiter – und das Buch habe ich übrigens längst gekauft und gelesen (hatte mich hier auchschon irgendwann einmal zu Wort gemeldet), wobei für mich ausschlaggebend war, dass ich Dich als Autor der „Lindenstraße“ kenne und mir (wenn auch verklausulierte) Einblicke in den dortigen Schreibbetrieb erhoffte. 😉

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Michael

Vielen Dank für Dein Feedback!!

Ja, ich sehe das Ganze auch immer noch als Hobby. Aber als eins mit großer Perspektive für die Zukunft. Deswegen probiere ich ja auch so viel aus. Und freue mich auch über Kleinigkeiten. Ich glaube schon, dass man irgendwann damit auch Geld verdienen kann und es ist dafür sicher sehr hilfreich wenn man (mehr oder weniger) von Anfang an „dabei“ ist …

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Tim

Ich sag mal so: „Ans E-Book“ bzw. dessen Zukunft glaube ich auch, und ich sehe deshalb auch zu, von Anfang an dabei zu sein bzw. zu bleiben – aber immer noch unter der Obhut eines Verlags, der mich für meinen Aufwand bzw. eben die Arbeit schon mal einigermaßen „entschädigt“. 😉
Trotzdem juckt es mich immer noch dauernd, in dem Metier auch wieder was auf eigene Faust zu versuchen, was dann aber doch nur wieder darauf hinausliefe, alte Texte neu zu verpacken und als E-Books anzubieten. Aber das machen inzwischen schon sooo viele Autoren (auch nicht nicht-professionelle), dass der normale Leser/Kunde kaum eine Chance hat, die Spreu vom Weizen zu trennen. Und da ja inzwischen bekannt ist, wie wenige verkaufte Exemplare ausreichen, um einen Titel auf die oberen Plätze der Ranglisten zu hieven, sind auch diese Platzierungen hinsichtlich der Qualität nicht wirklich aussagekräftig.
Aber: Interessant (und eben auch reizvoll) finde ich die Thematik nach wie vor, und ich werde mich gern weiterhin über Deine Erfahrungen auf dem Laufenden halten. 🙂

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Michael

Mach das! Aber SO einfach ist das mit den Top-Platzierungn nicht mehr. Für die Top 20 bei Amazon muss man schon über 100 Stück am Tag verkaufen. Das ist ‘ne Hausnummer …

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