2000

Im falschen Film FruehlingWie ich berichtet hatte, entscheidet bei meiner eBook-Serie „Im falschen Film“ der Erfolg des gerade veröffentlichen eBooks „Im falschen Film – Frühling“ darüber, ob die Serie nach dem Ende der zweiten Staffel noch weitergeführt wird. Ziel ist es, in den ersten zehn Verkaufstagen insgesamt 2000 eBooks zu verkaufen.

Dieser Beitrag hier soll nicht nur die täglichen Verkaufszahlen und somit den Stand der Dinge allmorgendlich verkünden, sondern auch einen kleinen Einblick geben, wie sich Verkaufszahlen bei Amazon-ebooks kurz nach Verkaufsstart entwickeln können.

(Kurzer Einschub für die Selfpublishing-Experten: Die hier genannten Zahlen nehme ich aus der Grafik auf dem neuen „Verkaufs-Dashboard“ von Kindle Direct Publishing, denn diese sind immer die aktuellsten, wenngleich sie auch noch vorläufig sind. Dabei rechne ich „bezahlte“ und „ausgeliehene Einheiten“ zusammen.)

 

13. Mai: 304 verkaufte Bücher


Aufsteiger des TagesÜber 300 eBooks am ersten Tag zu verkaufen, ist ein sehr, sehr erfreuliches Ergebnis, das nicht viele Bücher von Selfpublishern erreichen können. Denn gerade am ersten Tag ist man auf der Amazon-Seite noch so gut wie gar nicht sichtbar, was bedeutet, dass fast alle Verkäufe „aus eigener Kraft“ erreicht werden müssen. Hier hilft es, dass „Im falschen Film“ eine Serie mit leidenschaftliche Fans ist, die seit Wochen auf eine Fortsetzung warten. Über meine Mailingliste und die Facebook-Seite von „Im falschen Film“ kann ich bis zu 600 Leute erreichen, von denen offensichtlich sehr viele gleich zugeschlagen haben. Dadurch war das Buch auch mit dem allerersten Verkaufsrang (211) sofort „Aufsteiger des Tages“.

14. Mai: 130 verkaufte Bücher

Die Verkaufszahlen gehen am zweiten Tag deutlich zurück und liegen unter dem notwendigen Schnitt, um 2000 Verkäufe zu erreichen. Das ist schon etwas ernüchternd, wenn es auch nicht ganz überraschend kommt. Denn die wartenden Fans haben sich zum großen Teil am ersten Tag eingedeckt. Und bei Amazon ist das Buch zwar sofort in den Top 100 der Kindle-Charts gelandet (beste Position am Morgen war Platz 36), aber es fehlt noch ein für die Sichtbarkeit enorm wichtiger Faktor: Die Empfehlungen („Kunden kauften auch“ usw.) setzen immer mit einer Verzögerung von zwei oder drei Tagen nach Verkaufsbeginn ein. Erst dann wird auch Käufern der bisherigen Folgen das neue Buch präsentiert. Wenn das passiert ist, entscheidet sich wirklich, wohin die Reise in den nächsten Tagen geht …

15. Mai: 85 verkaufte Bücher

Es wird ernst. Es war zwar nicht zu erwarten, dass der gestrige Tag mehr verkaufte Bücher als vorgestern bringen würde – denn das Buch war nach wie vor nicht in den Beliebtheitslisten und den Empfehlungen zu finden. Aber dass es noch einmal deutlich weniger Verkäufe gab, lässt mein Ziel in weite Ferne rücken. In den Verkaufscharts hängt das Buch schon am Ende der Top 100. Und auch heute morgen sehe ich leider noch nicht, dass das Buch in den wichtigen Beliebtheitslisten auftaucht – ohne die kommen wir aber nicht weit. Leider scheine ich hier das Pech zu haben, dass diese Listen gerade etwas seltener aktualisiert werden. (Hier ein Beitrag, der den Unterschied zwischen Verkaufscharts und Beliebtheitslisten erläutert.) Jetzt heißt es Nerven behalten und hoffen, dass das normalerweise verkaufsstarke Wochenende eine Trendwende bringt. Und heute vielleicht die zahlreiche Werbung von Fans (Danke!) und noch einige andere Werbeaktionen fruchten!

16. Mai: 58 verkaufte Exemplare

Jetzt muss man leider schon auf ein mittleres Wunder an diesem Wochenende hoffen, um noch annähernd mein Ziel zu erreichen. Leider ist das Buch nun ein wenig Opfer der „Launen“ auf der Amazon-Internetseite geworden, wo manchmal Aktualisierungen für ein paar Tage aussetzen. Das hat dazu geführt, dass es überdurchschnittlich lange gedauert hat, bis das Buch bei Empfehlungen zu sehen war – seit heute morgen ist es das. Aber in den Beliebtheitslisten ist es selbst jetzt noch nicht zu sehen. In der Zwischenzeit ist es allerdings aus den Top 100 rausgefallen und nun also an prominenter Stelle kaum noch sichtbar. Auch die gestrigen Werbemaßnahmen z.B. über xtme.de haben nicht so gegriffen wie früher. So kann es manchmal gehen. Ich werde aber noch das Wochenende abwarten, bevor ich eine endgültige Aussage über den Start des Buches treffe.

17. Mai: 58 verkaufte Exemplare

Man kann immerhin sagen: Der Abwärtstrend ist – was die Zahl der Verkäufe angeht – gestoppt, denn es wurde genauso viel wie am Vortag verkauft. Trotzdem ist das für einen wirklichen gelungenen Einstand eindeutig zu wenig. Und was soll ich sagen? Bei den Beliebtheitslisten auf Amazon tut sich nach wie vor nichts – seit fast einer Woche wurden diese nicht mehr aktualisiert. Damit verstreicht dann nun auch eine tolle Chance, die das Buch durch den ersten starken Verkaufstag in diesen Listen gehabt hätte. Heute ist normalerweise der verkaufsstärkste Tag der Woche. Wir werden sehen, was er „Im falschen Film – Frühling“ bringt …

18. Mai: 53 verkaufte Exemplare

Das war es leider. Da selbst der verkaufsstarke Sonntag noch einmal einen Rückgang bei den Verkäufen gebracht hat, ist es nun wirklich aussichtslos, in den ersten zehn Tagen 2000 Exemplare zu verkaufen. Es sieht sogar so aus, als ob es nicht einmal mit 1000 Exemplaren etwas wird. Auch wenn ich zuversichtlich bin, dass wenigstens diese im Laufe der Zeit noch zusammenkommen, ist das Signal eindeutig: Trotz extrem guter Bewertungen macht mir das Konzept Serie einmal mehr das Leben schwer. Ich werde jetzt noch bis zum Ende der zehn Tage weiter berichten – weil es ja auch für Selfpublisher interessant ist, wie so ein Start schieflaufen kann. Und dann gebe ich die Konsequenzen bekannt. Klar ist: Die Serie geht nach dem Sommer so nicht weiter, aber vielleicht gibt es ja andere interessante Möglichkeiten …

19. Mai: 63 verkaufte Exemplare

Zum ersten Mal gehen die Verkäufe etwas nach oben. Was gerade für denn sonst eher schwachen Montag natürlich erfreulich ist. Aber wir sind trotzdem viel zu weit hinter dem Soll. Unglaublich aber wahr: Die Beliebtheitslisten sind seit genau einer Woche nicht mehr aktualisiert worden – also seit Veröffentlichung meines Buches. Das habe ich bei meinen Beobachtungen von Amazon bisher noch nicht erlebt. Murphy’s Law! Nur um noch einmal zu verdeutlichen, wie wichtig diese Listen sind: Auf dem Kindle-Gerät selbst, über das nun einmal sehr viele Verkäufe laufen, werden so gut wie alle Sortierungen und Anzeigen nach diesen Listen gemacht. Mein Buch ist dort nur durch die Suche überhaupt zu finden.

20. Mai: 49 verkaufte Exemplare

Eine schlechte und eine gute Nachricht: Gestern war der bisher verkaufsschwächste Tag. Dafür habe ich heute morgen gesehen, dass zum ersten Mal seit neun Tagen die Beliebtheitslisten aktualisiert wurden. Leider wird dort immer der Durchschnitt des bisherigen Verkaufs als Grundlage genommen, der aktuell natürlich nicht so toll ist. Hätte man nur den Schnitt des Veröffentlichungstag genommen, hätte das sicher für einen Platz unter den ersten 50 gereicht und damit für viel Präsenz – aber das haben wir nun verpasst. Deswegen steht es dort nun irgendwo hinter Platz 300. Mal sehen, ob es heute noch einen Effekt dadurch gibt. Morgen gibt es dann auch zum letzten Mal eine Zahl und meine Analyse.

21. Mai: 39 verkaufte Exemplare

Verkaufsstart IfF FrühlingDie zehn Tage sind nun vorbei. Mit 836 verkauften eBooks wurde das Ziel von 2000 Verkäufen sehr deutlich verfehlt. Am letzten Tag gab es sogar noch einmal einen neuen Niedrigstwert. Das mag zum Teil dem guten Wetter geschuldet sein, aber neben den nun mehrfach erwähnten negativen Faktoren von außen, muss ich schon auch deutlich sagen: Das Serienkonzept ist so nicht aufgegangen, sondern eher eine Bremse für den Verkauf. Daher werde ich – wie angekündigt – nun erst einmal nicht weiter seriell im Bereich eBook schreiben. Ich gebe aber weder bei dem aktuellen Buch auf, noch wird die Welt rund um Trixi komplett verschwinden. Denn erstens kommen ja noch drei Folgen in einem neuen eBook – Mitte Juni. Und zweitens habe ich schon wieder einige neue Ideen, über die ich in den nächsten Tagen genauer berichten werden, wenn ich dann hier im Blog ein Fazit zu dem Start von „Im falschen Film – Frühling“ ziehen werde.

Gesamt nach zehn Tagen: 836

 

Auch wenn das Ergebnis nicht das Erwünschte ist, bin ich nicht unglücklich. Denn die Reaktionen der Leserinnen und Leser auf die neuen Folgen von „Im falschen Film“ sind wirklich toll und motivierend. Und auch, dass so viele das Buch unterstützt und dafür geworben habe, ist eine wunderschöne Bestätigung für meine Schreibarbeit. Vielen, vielen Dank.

 

4 Gedanken zu “2000

    • Der Erfolg eines Selfpublishers steht und fällt mit Amazon. Zumindest wenn man in Dimensionen über 1000 Büchern verkaufen will …

  1. Ich würde mich freuen, wenn Du in den nächsten Wochen noch weiter berichtest. Ich finde es interessant und auch was die Langzeitentwicklung angeht?

    Und interessant wäre es, wenn Du jetzt „plötzlich“ nochmal 300 Stück an einem Tag verkaufen würdest, wie sich die Kurve dann entwickelt. Aber bei einem Buch das ein Teil einer Serie ist, ist es auch schwerer neue Leser zu finden.

    Danke fürs teilhaben am „Experiment“.

    • Ich werde sicher ab und an wieder berichten – nur nicht mehr täglich. Das ist ja auch ein bisschen deprimierend. 🙂 Aber ich gebe natürlich auch noch nicht auf und werden einige Maßnahmen probieren.

      Recht hast Du allerdings, dass man mit einer zweiten Staffel keine neuen Leser mehr gewinnt. Dennoch hätte ich gedacht, dass deutlich mehr aus der ersten Staffel (die mehr als 7000 Leser hatte und fast nur positives Feedback) weiterlesen würden. Aber entweder haben die es noch nicht mitbekommen (siehe oben) oder es ist nun schon in Vergessenheit geraten nach drei Monaten …

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