Klappentext

Den Urlaub konnte ich tatsächlich nutzen, um meinen Roman „Soap“ noch einmal zu lesen. Wie bereits erwähnt habe ich das Manuskript vor zehn Jahren geschrieben und will es nun so überarbeiten, dass ich das Buch in absehbarer Zukunft selbst veröffentlichen kann. Seit Jahren habe ich es nicht mehr in die Hand genommen. Umso mehr hat es mich nun gefreut, dass es nach wie vor Spaß macht, den Entwurf zu lesen. Ich hab eine Menge kleinere Probleme gesehen, werde auch das ein oder andere Kapitel noch einmal neu schreiben, einiges „aktualisieren“, ergänzen usw. Aber die Struktur und der grundsätzliche Stil gefallen mir nach wie vor sehr.

Damit alle, die es interessiert, an dem nun bevorstehenden Arbeitsprozess teilhaben können, hier einmal ein erster Teaser, worum es in dem Roman eigentlich geht. So oder so ähnlich könnte ein späterer Klappentext aussehen. Also der Text, der dem potentiellen Leser das Buch schmackhaft machen soll. Der Text, der auf Internetseiten, Werbeflyern oder auch im Buch selbst neugierig macht und einen ersten Eindruck vermittelt. Man kann mich nun beim Wort nehmen: Ich freue mich über Feedback. Jeder freundliche Kommentar darüber, ob einen der Text anspricht, ist für mich eine willkommene Hilfestellung. Denn wie gesagt: Ich möchte die Arbeit an „Soap“ gerne „interaktiv“ gestalten.

Hier der „Klappentext“:

Die große Liebe, Intrigen, verbotener Sex, Selbstmordversuche, ungewollte Schwangerschaften, Verrat und der sichere Tod vor den Augen. Nachdem der Filmstudent Markus als neuer Autor bei der berühmtesten deutschen Soap engagiert wurde, muss er sich mit diesen Dramen beschäftigen. Bei der Arbeit? Nein! In seinem eigenen Leben. Denn im Autorenteam trifft er auf seine Traumfrau. Die Freundin des Chefautors. Doch damit fangen die Probleme nur an. Plötzlich jagt ein Fiasko das nächste. Als die überraschenden Wendungen Markus’ Leben immer mehr zu reinsten Soap Opera machen, dämmert ihm, dass das doch alles kein Zufall sein kann …

Michael Meisheit – seit 15 Jahren Drehbuchautor bei der „Lindenstraße“ – gibt mit seinem Debütroman „Soap“ einen augenzwinkernden Einblick in das Leben und Leiden eines Serienautors. Während sich rasant das Leben seines jungen Helden zum mustergültigen Drama entwickelt, schaut der Leser hinter die Kulissen einer Fernsehproduktion wie man es sonst nie kann.

Also: Würde dich ein Buch mit einem solchen Inhalt interessieren? Nein? Warum nicht? Und außerdem: Taugt der Text als Klappentext? Oder sind bestimmte Formulierungen Stolpersteine? Ich bin gespannt …

13 Kommentare

Edith Nebel

Ich wüsste zumindest gerne, in welchem Genre die Sache sich bewegt. Habe ich was Fantasymäßiges zu erwarten? Ist das was Comedyhaftes? Wird die Lösung eher bodenständiger Natur sein? (Was weiß ich … eine Verschwörung, die den jungen Mann zum lebenden Versuchskarnickel für seine schreibenden Kollegen macht?) Da kann’s sonst zu Irritationen kommen.

Wenn da falsche Erwartungen erweckt werden, ist die Gefahr groß, dass Leser enttäuscht sind.

Ich würde es lesen – ich les’ eh fast alles, was mir auf den Tisch kommt – in der Hoffnung, dass ein bisschen schnöde Realität eingeflossen ist und ich mir eine vage Vorstellung machen kann, wie es bei der Listra hinter den Kulissen zugeht.

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Martin Tin Schulz

Ich finde den Text sehr ansprechend, bei mir sind es zwei Kleinigkeiten:
Wie bereits erwähnt das Genre. Und bei welcher Art von Soap beginnt Markus: eine Weekly oder Daily? Ich glaube, dass dadurch auch die Geschichte zusätzlich an Geschwindigkeit gewinnen könnte.
Bin auf jeden Fall sehr gespannt.

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Michael

Wöchentlich natürlich. 🙂 Aber das kann ich recht einfach aufnehmen. Danke!

(Die Genre-Frage ist als Formulierung nicht so leicht. Ich hör erst mal, ob es noch andere Reaktionen hier gibt …)

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Edith Nebel

Macht das mit dem Klappentext nicht eh der Verlag? Vielleicht erklärt sich das Genre ja allein dadurch, in welcher Reihe der Roman dann erscheint.

Manchmal genügt schon ein eingeflochtenes Stichwort wie realistisch/realitätsnah oder phantastisch, heiter oder spannend und man weiß, womit man rechnen muss.

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Michael

Der Clou bei diesem Buch ist ja, dass ich es alleine herausgeben will. Ohne klassischen Verlag – siehe auch im Beitrag “Soap” …

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Edith Nebel

Ah ja – Selbstverlag, das hatte ich glatt überlesen. E-Book?

Selbstverlegtes hat immer noch den Ruch des einen Hobbyprojekts, Muss nicht schlecht sein, mir sind im Lauf der Jahre einige interessante Werke über den Weg gelaufen, die für einen Verlag vermutlich zu sehr Nischenthema oder zu schräg gewesen wären. Draufgezahlt haben sie aber alle, die Autoren. Wenn keine Verlagsmaschinerie dahintersteht und das ganze nicht über den regulären Buchhandel läuft, ist die Vermarktung oft schwierig.

Anja

Hallo Michael,

erstmal super von Dir, dass Du uns dort mit einbeziehst! Sonst ist ja immer alles heimlich und geheim in diesem Sektor :-).

Über den Inhalt des Textes muss ich noch ne Weile nachdenken, aber sprachlich bin ich schon gleich ein bisschen gestolpert: Im 2. Absatz heißt es: “Während sich rasant das Leben seines jungen Helden zum mustergültigen Drama entwickelt,…” – das “rasant” find ich dort etwas lesehemmend. Sollte es nicht hinter den Helden?

Vom Inhalt her: ein Klappentext soll ja Lust auf Buchkauf machen, also denke ich, darf er gern etwas “reißerischer” sein als später das Buch. Oder? Schließlich ist es Werbung und darf krachen! Von daher würde ich im 1. Absatz eventuell ändern: ” – ausgerechnet die Freundin des Chefautors!” Und ich persönlich mag es bei sowas, wenn man mit Ausrufezeichen und den berühmten 3 Pünktchen spielt…! 🙂

Ich weiß zwar nicht, was Markus so alles erlebt, aber muss man dem geneigten Leser schon vor Seite 1 mitteilen, dass es zu Fiaskos (Fiasken? Fiaski??? Wie ist da die Mehrzahl?) kommt? Wie wäre es mit “Abenteuern”, “Turbulenzen”? Die Worte sind m.E. wertfrei, denn sie können ja auch gut ausgehen. Ein Fiasko geht immer so Richtung “versagen”. Selbst wenn es so wäre, und Markus wäre ab dem Moment der Fettnapfkönig… fände ich das Wort “Pannen” noch schöner.

Gibts noch mehr Lesefutter? 🙂

LG Anja

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Michael

Super! Vielen, vielen Dank. Werde ich mir alles genau anschauen für spätere Versionen! Und es gibt sicher noch mehr Lesefutter, auch Auszüge. Muss nun aber erst einmal einen Plan machen, was es (inhaltlich) alles zu tun gibt …

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Tanja

Auch ich sage Hallo!
Der Klappentext klingt sehr gut. Hoffentlich kann ich mein Kindle damit bald bestücken! 🙂
Das Einzige was ich noch hinzufügen würde, ist der Name der Soap! So kann man sich meiner Meinung nach eine bessere Vorstellung vom Geschehen machen, weil bei jedem Namen ja eine gewisse Wertung bzw gewisse Emotionen mitschwingen.
->
>>Nachdem der Filmstudent Markus als neuer Autor bei der berühmtesten deutschen Soap ” HierDerSoapName 🙂 ” engagiert wurde[…]<<

Ich wünsche noch viel Erfolg beim Überarbeiten!
Liebe Grüße

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Michael

Danke! Die Serie heißt “Schöneberg”. 🙂 Klingt tatsächlich (im Satz) besser.

Wow, die “Gruppenarbeit” funktioniert wirklich. War ich mir nicht so sicher …

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Michael

Da es sicher noch einige Monate dauern wird, bis ich den endgültigen Klappentext brauche (nämlich bei Veröffentlichung), kann man theoretisch noch eine ganze Weile etwas dazu sagen. 🙂

Auf jeden Fall aber wird es noch einige Tage dauern, bevor ich eine vorläufige Version mal hier auf der Seite “festschreibe”. Sicher macht es dann Sinn, noch einmal über den Text nachzudenken, wenn alle mehr über das Projekt wissen, vielleicht auch schon Auszüge gelesen haben. Ich hab ihn bewusst so früh gepostet, WEIL mich ein frischer Eindruck der Leser interessiert – ohne dass sie viel wissen.

Das ist alles Work-in-progress – bin selbst gespannt, wie es sich entwickelt …

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