Voller Einsatz

Die Erstellung meiner Buchtrailer für „Soap“ war ja wirklich ein Familienprojekt. Nicht nur wurden sie zu Hause bei mir in sehr familiärer Atmosphäre mit guten Freunden gedreht (bzw. mit Leuten, die durch den Dreh gute Freude geworden sind). Nein, es hat tatsächlich ein Großteil meiner Familie mitgewirkt. Meine Frau Yeşim. Und letztlich auch meine Tochter.

Heute wird der dritte Trailer (von fünf) veröffentlicht. Der allerdings am Drehtag als letztes gedreht wurde. Wir hatten zwar haufenweise Zeit eingeplant, aber wie das immer so ist, hat dieses und jenes länger gedauert, also kamen wir unter Zeitdruck. Zum einen dadurch, dass es draußen immer dunkler wurde. Zum anderen, weil der Kindergarten meinen Sohn nicht mehr lange beherbergen würde. Für unsere Einjährige hatten wir für den Tag einen Babysitter, aber als es nun in den Nachmittag ging, musste dieser notgedrungen den Jungen aus dem Kindergarten holen. Just zu der Zeit hatte meine Frau ihre großen Auftritte. Denn sie spricht ja unsere Anruferinnen. (Ja, auch die im ersten Clip!) Während des Drehs musste zwar noch nicht das aufgenommen werden, was nun in den Clips zu hören ist, aber wir fanden es besser, wenn sie unserem Lukas-Darsteller Simon wirklich anrufen und ihren Text vorspielen würde. Authentizität und so. Das musste sie im Fall dieses dritten Trailers nun also mit meiner Tochter auf dem Schoß machen. Denn alle anderen waren am Drehort, wo die Kleine sicher Spaß gehabt hätte, aber wir binnen Minuten zerdepperte Scheinwerfer und einen unbrauchbaren Ton.

Anruferin mit Baby

Wenn man den Trailer gesehen hat, weiß man: Die Anruferin wird ganz schön laut und böse. Sie sagt auch ein paar nicht jugendfreie Worte. Beim ersten Take hat Yeşim alles gegeben. Sie macht keine halben Sachen. Das führte allerdings dazu, dass wir sie noch zwei Zimmer weiter hören könnten. Und zusätzlich meine weinende Tochter, die offensichtlich die Welt nicht mehr verstand. Warum geht Mami so ab? Wir beschlossen nach einer ausgiebigen Drehpause, in dem alle der Kleinen ihre Liebe versicherten, dass es vollkommen ausreicht, wenn der Text der Anruferin nüchtern und leise gesprochen wird …

Hier also der Clip, der meine Tochter zum Weinen gebracht hat:

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