Von wegen nicht im Buchhandel!

Als ich beschlossen habe, „Soap“ als Selbstverleger mit der Hilfe von Createspace herauszugeben – also im Print-on-Demand-Verfahren – hat mich von Anfang an eins gestört: Dass es den Roman nicht auch ganz normal in der Buchhandlung zu kaufen geben würde. Das ist bei Createspace nicht vorgesehen – man kann das Taschenbuch nur über Amazon beziehen. In den USA, dem Heimatland von Createspace sieht das bereits anders aus. Hier gibt es für einen kleinen Aufpreis die Möglichkeit der „Expanded Distribution“, durch die der Auslieferer Ingram Buchhandlungen, Büchereien usw. beliefert.  Ob und vor allem wann diese Option nach Deutschland kommt, steht noch in den Sternen.

So tat es mir dann natürlich auch leid, als die ersten Leute nach dem Erscheinen von „Soap“ danach fragten, wie es denn mit dem Buchhandel aussieht. Einige berichteten sogar, dass sie sofort zum Buchhändler ihres Vertrauens gegangen sind, der sie aber schulterzuckend wegschicken musste. Es geht ja gar nicht darum, dass „Soap“ auf den Ausstellungstischen aller Buchhandlungen stehen muss. Aber dass man es noch nicht einmal bestellen konnte, kratzte an meinem Gefühl, ein „richtiger“ Autor zu sein.

Nun hatte ich aber von Anfang an beschlossen, dass „Soap“ möglichst so sein soll, wie jedes andere Buch und deswegen auch dafür eine ISBN gekauft und es sogar in das „Verzeichnis lieferbarer Bücher“ (VLB) eintragen lassen. Wie man das mit jedem Verlagsbuch auch macht. Obwohl es bei Createspace nicht notwendig war. Beides kostete Geld – die ISBN einmalig 85 Euro, das VLB 80 Euro im Jahr. In den einschlägigen Handbüchern / Blogs stand zumeist, dass dies rausgeschmissenes Geld sei. Denn die meisten Buchhandlungen arbeiten mit einem sogenannten Grossisten (der ausschließlich Verlagsbücher lagert und liefert) zusammen – solange ich bei denen nicht im Verzeichnis bin, finden die Buchhandlungen mich nicht. Aber es fühlte sich einfach richtig an, also hab ich diese Kosten nicht gescheut.

Als ich Anfang des Jahres aus dem sogenannten Urlaub nach Hause kam, fand ich ein Fax in meinem Faxgerät. Eine Buchhandlung aus Rutesheim „bestellte“ ein Exemplar von „Soap“ bei mir. Einfach so. Nach einem kurzen Mailwechsel war klar: Die meinen das Ernst. Und auch wenn das Fax schon zwei Wochen hier lag, wollten sie das Buch immer noch. Für einen Kunden. Verblüfft erkundigte ich mich in Autoren-Foren, wie man mit solch einer Bestellung umzugehen hat – schließlich war  mir klar, dass ich denen nicht einfach ein Buch zum normalen Preis schicken konnte. 30% Buchhändlerrabatt sollten es schon sein, erfuhr ich. Ich legte den Nettopreis bei 6,40 Euro fest plus 1 Euro Portokosten. Inklusive Mehrwertsteuer konnte die Buchhandlung „Soap“ für 7,92 Euro erhalten. Sie können also noch fast zwei Euro Gewinn machen. Man war einverstanden, das Buch ging auf die Reise. Ich dachte: Wie kurios! Ich hab ein Buch an den Buchhandel verkauft.

Am nächsten Tag bekam ich eine Mail aus einer Buchhandlung in Leipzig. Auch diese wollte für eine Kundin ein Buch bestellen. Einen Tag später meldete sich eine Buchhändlerin aus Felsberg über Facebook, die ebenfalls ein Buch wollte. Für eine Kundin. Drei unterschiedliche Wege an mich heranzutreten, aber alle drei funktionierten, alle drei Besteller wurden prompt von mir beliefert. Dem VLB sei Dank – denn auf Nachfrage wurde mir erläutert, dass man mich über dieses gefunden hatte.

VLB

Der Knaller kam aber erst: Wieder zwei Tage später bekam ich eine Bestellung von Libri. Libri ist einer der besagten Grossisten (von denen es in Deutschland wohl nur drei gibt). Ich erfuhr auf diesem Weg, dass eine Buchhandlung, die an Libri angeschlossen ist, sehr wohl das Buch bestellen kann – auch wenn es bei denen selbst nicht verzeichnet ist. Libri geht dann auch wieder über das VLB und leitet die Bestellung an mich weiter. Und da ich vor ein paar Tagen  noch eine zweite Bestellung von Libri bekommen habe, scheint dies gar nicht so ungewöhnlich zu sein.

Lange Rede, kurzer Sinn: „Soap“ IST im Buchhandel erhältlich! Ich weiß zwar (noch) nicht, ob man einfach bei Hugendubel oder Thalia reinlatschen kann, um es zu bestellen, aber bei den meisten Buchhändlern wird man Erfolg haben. Zur Not mit etwas Hartnäckigkeit und Verweis auf diesen Blog-Artikel. Denn das Problem ist nach wie vor, dass solche eine Einzelbestellung angesichts des Aufwands für den Buchhändler nichts ist, womit er reich wird. Sondern vor allem ein Service am Kunden. Aber in einer guten Buchhandlung wird eben dieser sicherlich groß geschrieben.

Also der Hinweis an alle, die keine Lust auf Amazon haben: Ich freu mir ein Loch in den Bauch, wenn weitere Bestellungen auf diesem Weg hier eintrudeln. Mein nächster Schritt wäre dann, gezielt Buchhandlungen anzusprechen, ob sie „Soap“ nicht auch ausstellen wollen. Eine grundsätzlich interessierte Buchhandlung gibt es schon. Wenn durch Kundenbestellungen oder – hinweise noch andere auf die Idee kämen, dies zu tun, haben wir dann irgendwann wirklich „ein ganz normales Buch“ …

UPDATE 24.01.: Ich weiß nicht, ob irgendjemand nach diesem Beitrag wirklich die nächste Buchhandlung  gestürmt hat, aber heute kam eine Bestellung von einem anderen Grossisten – KNV – für eine Buchhandlung in Neumarkt. Es funktioniert also auch über die …

UPDATE 25.01.: Und heute kam eine weitere Bestellung direkt von einer Buchhandlung dazu …

54 Kommentare

zora

Ich finde diese Entwicklung wirklich erfreulich und auch etwas erstaunlich, denn ich hätte es (fast) nicht für möglich gehalten . Ich drücke dir mal ganz feste die Daumen, dass es so weitergeht!

Mal ganz davon ab, ich freue mich schon sehr auf die neuen Folgen von dir!

Viele liebe Grüße

PS: liegt bei euch auch so viel Schnee, so dass deine Kiddis Schlitten fahren können? Nordhessen ertrinkt fast im Schnee.

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Michael

Buchhandel.de ist sozusagen das öffentliche Gesicht des VLB. Das war mein eigentliches Ziel damals, dass ich auf diese Seite komme. Ich dachte, dann findet man „Soap“ wenigstens in dieser Liste, falls man mal guckt. Dass man es dann tatsächlich auch bei Buchhandlungen bestellen kann, hielt ich damals aber noch für utopisch.

Schnee, ja. Aber mein Sohn ist noch kein Schlitten-Fan … 🙂

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andrea

na, dann werde ich mal bei hugendubel „reinlatschen“ und die „belatschern“… 🙂
schön. freut mich. sehr interessant. herzliche grüsse.

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Holger Schaeben

Lieber Michael Meisheit, wenn Du eine ISBN hast und im VLB gelistet bist, dann existierst Dein Buch auch ganz real im Buchhandel. Wenn auch nicht unbedingt ganz real im Buchhandelsregal. Nur die ganz großen Buchhändler legen einen Vorrat an: Thalia, Hugendubel, Weltbild etc. Aber Du bist mit Deinem Buch auf jeden Fall im Warenwirtschaftssystem aller Buchhändler drin, die dem VLB angeschlossen sind. Ob groß oder klein.
Bestellungen können bei Dir von unterschiedlichen Quellen reinkommen. 1. Von potenziellen Lesern, die direkt bei Dir (beim Verlag) bestellen, 2.) Von einem Buchhändler, der Dich im VLB-Verzeichnis gefunden hat und für einen Lesekunden bestellt (ca. 30% Rabatt!) und 3.) von einem Großhändler (ca. 50% Rabatt!). Beim Großhändler bestellt wiederum der Buchhandel. Darum nehmen Großhändler bei Dir auch in der Regel 3 oder 10 oder mehr Exemplare ab. Die Großhändler legen also einen Vorrat an.
Gut für den Vertrieb Deines Buches ist auch, wenn Du mit einem oder mehreren Großhändler einen Vertrag hast. Die deutschen Barsortimenter (wie man die Großhändler auch nennt) heißen KNV, Libri und Umbreit. Versuch, bei denen reinzukommen. Schreib den Einkauf an und leg ein Musterexemplar Deines Buches dazu.
Ich wünsche Dir weiterhin viel Verkaufserfolg!
Beste Grüße!
Holger Schaeben

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Michael

Vielen Dank für die Erläuterung! Zu ähnlichen Erkenntnissen bin ich mittlerweile auch gekommen. Mit Learning by doing. 🙂

Es ist natürlich wie so oft im Internet: Was dabei geht und was nicht, ist umstritten bzw. jeder macht andere Aussagen. Gerade beim Selbstverlag sind viele Wege noch nicht gegangen worden oder nur sehr selten, so dass man oft nur mit Ausprobieren weiterkommt. Und wahrscheinlich auch jedes Projekt wieder anders läuft, andere Regeln hat usw.

Aber an den Großhändlern bin ich „dran“. Wir werden sehen …

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Sam

Ich sag mal Jein dazu, dass Du mit einer VLB-Listung in jedem Buchladen bist.
Diese einfachen Buch-Shops, wie sie oft auf Bahnhöfen und in Passagen sind, haben meist nur Zugriff auf den Katalog und das Sortiment von Libri und das wars.
Da stehen ja oft auch nur Aushilfen, die dann mit den Schultern zucken wenn Du ein Buch suchst, dass bei Libri nicht vorkommt.

Der bessere Buchhandel greift auch auf diese zu. Meist kann man dabei direkt mit am Rechner stehen und sieht, wie die zuerst im ersten Katalog gucken, dann im zweiten und dann vielleicht noch im VLB, weil der Kunde so nett ist.

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Alexandra

Ich freue mich für dich, dass das Buch so gut ankommt. Ich frage mich jedoch, wie die Leute, die im Buchladen danach fragen, darauf aufmerksam wurden bzw. wo hast du geworben? Ohne Facebook bzw. deinen Blog hätte ich nichts von dem Buch mitbekommen. Oder sind die Leute, die in den Buchladen gehen, vielleicht doch welche, die deinen Blog gelesen haben aber einfach nur nicht bei Amazon bestellen wollen?

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Michael

Natürlich bewegen wir uns hier nach wie vor auf einem vergleichsweise niedrigen Verkaufsniveau. Aus den Zahlen mache ich ja kein Geheimnis: Bisher habe ich ca. 270 Bücher verkauft. Und gerade mal fünf über den Buchhandel. Natürlich kommen die alle durch Blog, Facebook, Twitter, lovelybooks, Foren und den ein oder anderen Pressebericht über mich/“Soap“. (Zum Beispiel heute bei jetzt.de) Aber es gibt auch schon ein wenig Mundpropaganda und nun wäre es halt toll, wenn Buchhandlungen von alleine darauf anspringen und man „Soap“ dann auch IN der Buchhandlung entdecken kann …

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Anja

Hast Du nicht über den WDR evtl. Kontakt zu Frau Westermann? Die macht doch ab und an bei frau.tv Buchbesprechungen…

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Michael

Ne, leider nicht. Aber ich muss sowieso noch mehr Presse/Medien ansprechen. Allein die Zeit … 🙂

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Gitta Löffler

Ich habe mir mal die Mühe gemacht und alle Kommentare bis hier durchgelesen. Und ich frage mich auch, wie Buchkunden wissen können, dass es ein Buch „Soap“ oder „Prinz Eisenherz aus Königsberg“, (habe ich geschrieben) gibt? Mein Buch kann man bei BoD oder Amazon bestellen. Das stimmt, ja, ja, aber was bringt mir das? Nur Leute, denen ich von meinem Buch erzählt habe, bestellen ein Exemplar. Das Problem bin aber ich. Ich kann nicht herumrennen und von meinem Buch erzählen. Deshalb wurden auch noch nicht sehr viel Bücher verkauft. Ich habe mir allerdings dreissig Bücher zukommen lassen und mein lieber Mann verkauft diese. Denn alle, die mich kennen, wollen mein Buch lesen. Ich kann von Glück sagen, „Mein Mann ist ein Verkaufsgenie“.
Ich möchte noch abschliessend feststellen, es bringt nicht viel, wenn man bei BoD oder Amazon gelistet ist, weil niemand von diesem Buch erfährt, man steht nur in einer Liste, vermute ich mal.
Aber ich will mich mal nicht aufregen, vielleicht tut sich im Laufe der Zeit noch etwas.
Britt

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Sam

Ich gewinn das Sachbuch, Du Belletristik – dann treffen wir uns auf der Buchmesse Leipzig.

Das wär doch ein Plan, oder? 🙂

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Marcus Seibert

Lieber Michael,

hier nun auch auf dem Blog, statt nur auf Facebook:

Was bei VLB ist, kann jede Buchhandlung bestellen, ob bei Grossisten vertreten oder nicht. Viele Großbuchhandlungen empfinden das allerdings als lästig. Die kleineren sind eher daran interessiert, den Anschluss an Bücher aus dem Versandhandelbereich nicht zu verlieren und selbst noch ein wenig dran zu verdienen. Entscheidender Unterschied zu sonstigen Verlagsbüchern ist aber, dass die Grossisten Dein Buch erst auf Lager haben, wenn sie’s bei Dir bestellen und Dich kein Vertreter den Buchhändlern empfiehlt oder – was bei Thalia zur Stapelware gehört – sogar puscht. Das muss alles „von selber“ kommen. Ist aber definitiv ein gutes Zeichen, wenn Bestellungen auf diesen verschiedenen Wegen bei Dir landen, inklusive Libri. Die Behauptung, eine Investition in VLB sei rausgeschmissenes Geld kommt vermutlich von Schreibern, die auf dem konventionellen Buchmarkt keine echten Absatzchancen haben. Es war aber von Anfang an klar, dass das nicht Dein Problem sein wird, weil viele Deiner Leser Freunde des gedruckten Buches sein werden und Du den Weg auf den Buchmarkt der Buchhandlungen ohne Verlag eben hintenrum finden wirst und mit geringeren Absätzen.

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Andreas

Hallo Michael,

vielen Dank für deinen sehr interessanten Blog. Ich habe mal eine generelle Frage die irgendwie noch nirgends richtig zur Sprache kam. Also 1. es gibt eine ISBN von Createspace (diese wird, ganz vereinfacht gesprochen, jedoch nur gegen Aufpreis für den amerikanischen Buchhandel gelistet)
2. Es gibt die MVB mit der Option, wieder vereinfacht gesagt, eine (deutsche) ISBN zu erwerben, so wie du es zusätzlich getan hast, Kostenpunkt 85,. Euro
3. es gibt das VLB
Amazon hat aus irgendeinem Grund (wirtschaftliche Punkte oder aus sonstiger fehlender Zusammenarbeit) eine Meldung ans VLB bis jetzt nicht vorgesehen.
Bei Bestellung einer ISBN über die MVB allerdings ist diese Meldeoption ja auch noch zwingend zu unternehmen um überhaupt im VLB aufzutauchen, so wie du es getan hast. Kostenpunkt waren glaube noch mal 80,- Euro. So weit so gut.
Wenn ich nun eins und eins zusammenzähle frage ich mich warum man nicht einfach die kostenfreie Amazon-ISBN (immerhin international gültiger Standart) einfach auch selbst, wie bei dem anderen Weg, ans VLB melden kann? Oder anders gesagt, in fast allen Foren, wird die Möglichkeit verteufelt mit dem CS Projekt an den Buchhandel zu gelangen. Dein Beispiel zeigt das dies eigentlich ohne weiteres möglich ist. Lediglich der Eintrag ins VLB ist erst einmal entscheidend. Amazon kann es eigentlich egal sein (eher befürworten) das ihre Kontaktdaten ans VLB gelangen, da mehr Umsatz. Ein Buchhändler sieht dann ? Amazon CS? mit Preis wie im Netz im Bezugsmenü und kann ebenfalls frei entscheiden (Kulanz, Wirtschaftlichkeit usw.) ob ers für den Kunden bestellt. Und du hättest dann damit am allerwenigsten Arbeit, minus 85 Euro. Oder sehe ich da etwas falsch? Wo ist der Haken? Hast du darüber schon gefestigte Informationen?
Ich meine jeder wird darauf hingewiesen ein Selbstverlag zu sein, Impressumspflicht, nötigenfalls Steuerproblematiken im In-und Ausland usw. Warum kann dann dieser Selbstverleger nicht auch seine CS-ISBN dorthin melden wohin er möchte?? Für eine Antwort wäre ich dir sehr dankbar.
LG Andreas

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Michael

Mit „gefestigte Informationen“ bringst Du mich ins Wanken. 🙂 Aber meine Einschätzung ist die: Wenn Du im VLB Amazon CS unter „Verlag“ stehen hast (und nicht Dich selbst wie in meinem Fall), dann wird kein Buchhandel je etwas bestellen. Ganz einfach weil sie das Buch zum festen Amazon-Preis (= Verkaufspreis) bestellen müssten. Ich gebe denen ja einen (üblichen) Rabatt. Warum sollte Amazon das machen? Und wenn sie es nicht machen, hat der Buchhändler 0 Gewinn plus die übliche Abneigung gegen Amazon …

Technisch geht es vielleicht sogar. War aber nie eine Überlegung für mich. Es kommt ja hinzu, dass Du mit der Amazon-ISBN an Amazon gebunden bist. Also für einen anderen Vertriebsweg auch eine andere ISBN bräuchtest.

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Sam

Einige Anmerkungen dazu:

1) Das VLB ist ein kostenpflichtiger Dienst, wo man jedes Jahr wieder zahlt um drin zu bleiben. Es sind also keine einmaligen, sondern wiederkehrende Kosten.

2) Mein Buch wurde vom Buchhandel bestellt, obwohl es noch nicht im VLB war. Das geht sogar richtig gut, wenn Du bei den Großhändlern Libri und KNV vertreten bist, dann ist das VLB quasi überflüssig.
Denk mal über den Ablauf nach, der passiert, wenn Du in den Buchhandel gehst und ein Buch bestellst: Du nennst dem Buchverkäufer Suchbegriffe, Autor, Titel, ISBN. Er geht an seinen Computer und startet einen Katalog, üblicherweise zuerst den von seinem bevorzugten Großhändler, also Libri oder KNV.
Wenn der Titel in dieser Datenbank nicht drin ist, dann geht er evtl. in den Katalog des anderen Großhändlers (sprich, bei Libri nicht gefunden, schauen wir mal bei KNV). Schon das macht aber nicht jede Buchhandlung, etliche kleine Bahnhofsbuchhandlungen haben beispielsweise nur den Libri-Katalog und fertig.
Wenn das Buch dort auch nicht gefunden wurde und der Buchhändler ist sehr bemüht, dann schaut er ins VLB nach dem Buch. Wenn Du einen Eintrag im VLB machen lässt, kannst Du dort auch Kontaktinformationen für den Bestellvorgang eintragen. Wenn der Buchhändler sehr um seine Kunden bemüht ist, kontaktiert er die, um das Buch zu bestellen.
Findet er das Buch überall dort nicht, ist aber extrem bemüht um seine Kunden (Buchhändler vom „alten Schlag“), dann wirft er auch Google an und kontaktiert Dich über Deine Webseite, ruft Dich an, um das Buch zu bestellen (ist mir schon passiert).

3) Zuteilung der ISBN und Eintrag ins VLB sind eine Firma. Wenn Du eine ISBN beantragst, wird diese für Deinen VLB-Zugang freigeschaltet und nur, wenn sie für Deinen Zugang freigeschaltet ist, kannst Du sie im VLB eintragen. Als ich meine zweite (oder dritte?) ISBN beantragte, dauerte es eine Woche bis sie im VLB freigeschaltet war, vorher konnte ich sie dort nicht eintragen. Du wirst also eine Amazon-ISBN nicht im VLB eintragen können, weil Du für diesen Nummernblock keine Berechtigung hast.

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Michael

Wobei das mit den Grossisten nur funktioniert, wenn Du schon deutliche Verkäufe hast – die also ein Interesse haben, Dich aufzunehmen. Wie in Deinem Fall! 🙂 Von Null geht das eher nicht …

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Sam

Was ebenfalls hilft, bei einem Grossisten unterzukommen, ist wenn man einen Verlagsauslieferer hat.
Dann weiß der Großhandel, dass die Abwicklung problemlos funktioniert, während das bei einer Einzelperson, die selber verschickt und in Rechnung stellt nicht sichergestellt ist.

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Holger Schaeben

Ich hatte mit meinem ersten Titel 2007 (es war ein Ratgeber) das Glück als völlig weißes Blatt bei Umbreit reinzukommen und habe den Vetrag bis heute. Umbreit hat meinen Titel aufgenommen, ohne nach bis dato erfolgten Verkäufen zu fragen oder nach Auflagenhöhe. Sag niemals nie, es würde nicht doch auch so gehen.
Und wenn Du einen guten PR-Mann suchst, der auch noch gleich bei Dir um die Ecke wohnt, dann ist es der: Dr. Jürgen Pütz, Pütz Kommunikation, Herbert-Lewin-Straße 1, D-50931 Köln, +49 (0)221 30132180. Schöne Grüße von mir.
hs

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Paul Kloda

Hallo,
freut mich natürlich, wenn der Buchhandel hier nicht abgeschrieben wird – und eine kurze Ergänzung zu Punkt 3: Es liegt nicht an dem Fakt, dass die ISBN-Agentur und das VLB bei der MVB (Wirtschaftstochter des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels) angesiedelt sind.

Es liegt grundsätzlich am internationalen Standard der ISBN: Diese Nummer besteht neben anderen Kennzahlen aus einer Verlagskennzeichnung, die eindeutig dem Veröffentlicher zugeordnet wird (es ist Pflicht der ISBN-Agentur, diese auch eindeutig ermittelbar zu machen). Und nur dieser Besitzer darf ins VLB melden (oder muss einen Bevollmächtigten bestimmen, der das darf). Bei der CS-Nummer ist der Titel CS-gesiegelt, also dürfte auch nur CS diesen ins VLB melden (was grundsätzlich gehen würde).

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Hedy Loewe

Lieber Michael,
die Hinweise in diesem Blog sind für mich extrem hilfreich. Ich bin gerade dabei, mein Buch auf eine ähnliche Weise herauszubringen. Danke, dass du diese Infos hier offen stellst. Ich hab das Glück, dass ich einen „Außendienstler“ habe, der für mich die Buchhandlungen abklappern wird, um mein Buch direkt zu platzieren. Mal sehen, wie weit wir kommen.
Also Danke nochmal und herzliche Grüße,

Hedy Loewe

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Arne

Hallo Michael,

erstmal vielen Dank für den tollen und informativen Blog. Ich überlege auch mein Buch bei Createspace rauszubringen, bin mir aber noch unschlüssig, ob ich eine eigene ISBN beantragen sollte. Hier also meine Frage: Ist Soap automatisch/problemlos bei Amazon.de aufgenommen worden, so als wenn du nicht mit Deiner eigenen ISBN, sondern mit einer von Createspace das Buch herausgebracht hättest?

Danke im Voraus für eine Antwort.

Arne

Antworten
Michael

Hallo Arne!

Danke für das Lob!

Das mit der eigenen ISBN bei Createspace ist überhaupt kein Problem – die wird ja von denen explizit abgefragt. Und das hat dann auch bei Amazon sofort geklappt. Ich kann Createspace nach wie vor nur empfehlen …

Viel Erfolg!

Antworten
Mina

Es ist nicht einfach sich zu entscheiden welchen Absatzweg man den nun bei dem Vertrieb des eigenen Buches wählt. Man kann sich zum Beispiel mit eBook Verlagen zusammenschließen, wenn man in deren Schema passt. Diese kümmern sich dann um den Vertrieb und kassieren natürlich. Aber alleine ist es kaum möglich sein Werk auf über 150 Verkaufsportalen einzustellen und dann noch Werbung zu machen. Allerdings wollen diese eBook Verlage auch, dass man noch extra Eigenwerbung macht – was etwas unverständlich ist. Dennoch es bliebe ansonsten kaum mehr Zeit weitere Projekte zu schreiben, wenn man sich auch noch um das eigene Marketing kümmern muss. Bei solchen Kleinprojekten geht es um den Schreibspaß. Schreiben ziehe ich dem Marketing vor. Daher verzichte ich lieber auf einen Teil der Einnahmen Aber wie gesagt, das ist nicht jedermanns Standpunkt. Ein Print on demand Angebot sollte allerdings wirklich so langsam einmal breitgefächert im Angebot stehen.

Antworten
NLPete

Ich war davon ausgegangen, dass CreateSpace früher oder später auch in Deutschland wie ein gewöhlicher Verlag auftreten und die wichtigsten Grossisten beliefern würde.

Mit einem entsprechenden Rabatt auf den VK für Großhändler.

Und würde das auch sehr begrüßen.
Denn schließlich will ich meine Zeit nicht damit verbringen, ständig das eine oder andere Buch von Hand zu verpacken und zur Post zu schleppen, um dann ein paar Euro damit zu machen. Denn der Stundenlohn für derlei Aktivitäten wäre ja unterirdisch.

Selbst für Bestellungen von Buchhandlungen im Dutzend gilt prinzipiell dasselbe.

Dazu kommt noch, dass ich mir dann eine größere Menge selbst auf Lager legen müsste.
Und da ich mittlerweile bereits mehrere Bücher geschrieben habe, kämen noch die kalkulatorisch Raumkosten in meinem Haus dazu sowie das Hemmnis, dass ich vor der Erstellung einer neuen Version auf CreateSpace erst mal alle meine Lagerbestände verkaufen müsste, damit ich sie nicht ins Altpapier geben müsste.

Usw. usf.

Insofern kommt für mich als einzige Lösung nur in Frage, auf CreateSpace als Distributor an die Grossisten zu hoffen.

Allerdings ist schon eine Menge Zeit vergangen und es tut sich noch nicht so richtig etwas bei CreateSpace.
Daher werde ich noch mal den CreateSpace-Support nach den Planungen des Unternehmens befragen.

Antworten
schortz

Ich hoffe, dass diese Seite noch gepflegt wird. Im Moment bin ich dabei, meinen ersten Regio-Krimi drucken zu lassen. ISBN mit Barcode ist vorhanden. Kontakte zum Buchhandel in den Startlöchern. Praktische Frage: sollte der Preis aufs Buch? Danke für eine kurze Antwort!

Antworten
Michael

Ja, Seite wird noch gepflegt. 🙂

Und was den Preis angeht, kann ich nur sagen: Ich habe ihn nicht drauf gedruckt. Macht es dann auch leichter, wenn man ihn mal verändert. Aber was Buchhandlungen davon halten, weiß ich nicht. Vielleicht den oder anderen Buchhändler mal direkt fragen?

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Ron aus Velbert

Was ich jetzt leider noch nicht ganz rausgefiunden habe: Könnten Buchhandlungen auch Bücher ohne ISBN verkaufen? Also wenn ich da hingeh und was richtig interessantes habe und sie auch Interesse haben: ginge das dann theoretisch?

Antworten
Michael

Ich wüsste nicht, dass das verboten wäre. Es wird ja oft genug in Buchhandlungen etwas von lokalen Autoren verkauft, die sicher nicht alle eine ISBN haben. Das hängt also davon ab, ob die Buchhandlung das möchte …

Antworten
Eva

Hallo Michael,

Dein Blogbeitrag vom 21.Januar 2013 klingt richtig gut. Eines versteh ich aber nicht so ganz.

Du schreibst: »30% Buchhändlerrabatt muss es schon sein. Ich legte den Nettopreis bei 6,40 Euro fest plus 1 Euro Portokosten. Inklusive Mehrwertsteuer konnte die Buchhandlung „Soap“ für 7,92 Euro erhalten. Sie können also noch fast zwei Euro Gewinn machen.“

Dein TB kostet 9,90EUR , wie ich gesehen habe.
Wie läuft das eigentlich? Wenn der Buchhändler Dein Buch bei Dir bestellt, musst Du doch erst mal dein eigenes Buch bei Createspace für 9,90 EUR kaufen.

Der Buchhändler kriegt es für 7,92 EUR. Unter dem Strich hast Du dann einen Verlust von 2 EUR pro Buch gemacht, der Buchhändler aber hat 2 Euro Gewinn gemacht.

Das macht bei 100 Büchern für den Buchhandel 200 Euro Verlust für Dich,
bei 1.000 Büchern für den Buchhandel wären das 2.000Euro Verlust für Dich.

Sehe ich das richtig? Oder habe ich das irgendwas falsch verstanden?
Wäre Dir sehr dankbar für ein Feedback, ich plane nämlich auch diesen Weg mit meinem selbstverlegten Buch zu gehen. Angeregt durch Dich. Vorausgesetzt das Verlustgeschäft, wie gerade beschrieben, ist noch schon vorprogrammiert.
LG Eva

Antworten
Michael

Liebe Eva,

Du kannst Dir Deine Bücher stark vergünstigt direkt bei Createspace in den USA bestellen. Je nach Lieferkosten (man kann zwischen Express = 1 Woche und voll lahm = 1 Monat wählen), kostet Dich dann im Einkauf so ein 9.90-Buch nicht mehr als 5 Euro. Also machst Du dann keinen Verlust, sondern immer noch Gewinn. Ist halt ein wenig umständlich über die USA …
Generell muss ich sagen: Bestellungen aus den Buchhandlungen kommen schon noch SEHR sporadisch. Reich und berühmt wird man damit eher nicht. 🙂

Antworten
kerstin

Hallo michael,
dein blog ist wirklich ziemlich informativ und einmalig und es freut mich, dass ich nicht die einzige bin, die im selbstverlag ihr buch herausbringt.
in drei wochen wird mein zweites buch gedruckt und ich bin schon ziemlich nervös. es ist ein ideengeber für kinder : von der buchidee zum fertigen buch. ich habe auch schon die konditionsvertäge von knv und libri zu geschickt bekommen. was mich auch sehr freut, nur hat mich die flut der vertrgasseiten ein bischen umgehauen. ehrlich gesagt habe ich nicht so richtig viel verstanden. wie sieht es mit dir und den grossisten aus? ist das eine option für dich oder hast du oder bekannte von dir bereits erfahrungen mit grossisten gesammelt? was muss man beachten etc.? über eine antwort würde ich mich sehr freuen, dir alles gute und gute nacht kerstin

Antworten
Michael

Hallo Kerstin! Ich habe das Thema Buchhandel bisher nicht weiter verfolgt. Ich bekomme alle paar Wochen Bestellungen über das VLB, die ich dann auch versende, aber aktiv mache ich nichts, weil ich meine Kräfte eher auf das eBook-Marketing bündle, das im Moment für Selfpublisher einfach sehr viel erfolgsversprechender und lukrativer ist … Aber Dir wünsche ich natürlich – so oder so – viel Erfolg! Liebe Grüße Michael

Antworten
Dieter Bührig

Hallo Michael,
dein Blog ist die erste wirklich super Fundstelle in Sachen Selbstverlag, die ich bislang aufstöbern konnte. Sehr informativ, auch wenn ich alle Einzelheiten noch nicht ganz verstanden habe. Ich bin gerade dabei, einen Roman über CreateSpace herauszubringen, nachdem mein „richtiger“ Verlag, bei dem ich schon mehrere Bücher veröffentlichen konnte, das Manuskript abgelehnt hatte mit der Begründung, es würde nicht ins Programm passen. Also habe ich mich entschieden, es im Eigenverlag zu versuchen. Das Amazon-Projekt klang für mich zunächst sehr vielversprechend. Doch jetzt, quasi in der Endstufe (Cover und Buchblock sind schon fertig), merke ich erst, dass es da ein Problem gibt, mit einer Printausgabe in den „normalen“ Buchhandel zu kommen: Ich bekomme ja keine „Autorenexemplare“, mit denen ich über meinen dazu eigens gegründeten Verlag den Zwischenhandel und die örtlichen Buchläden beliefern kann. Beim Googeln habe ich gesehen, dass es diesen Weg zwar über die USA gibt, doch das wäre mir viel zu umständlich (Zoll, Porto, Zeitfaktor). Wie hast du das gemacht? Ich hab mir überlegt: Rein rechnerisch würde es doch funktionieren, wenn ich mir ein Dutzend Bücher bei Amazon zum vollen Endpreis (in meinem Fall 9,99 €) einkaufen würde, um sie dann dem Zwischenhandel für – 50% (also grob gesagt für 5 €) bzw. dem Buchhändler für – 30 % (also für 7 €) weiterzuverkaufen. Im Gegenzug bekomme ich ja von Amazon die 60 % (grob 6 €) zurück, hätte beim Großhandel also noch 1 € und beim Buchhändler 3 € verdient. Sehe ich das richtig so? Würd mich interessieren, was du für Erfahrungen gemacht hast. Gruß, Dieter

Antworten
Michael

Hallo Dieter!

Erst einmal: Viel Erfolg in der Welt der Selfpublisher! 🙂

Was die Taschenbücher angehst, stimmt Deine Rechnung nicht so ganz, denn Du bekommst keine 6 Euro von Createspace, sondern deutlich weniger, denn hier gibt es keine 70%, sondern natürlich spielen die Druckkosten auch eine Rolle. Der Gewinn pro Buch liegt bei meinen Taschenbücher eher so bei 2,30 Euro – auf der Createspace-Seite gibt es dafür auch einen Kalkulator.

Wenn Du wirklich mit den Taschenbüchern über den Buchhandel etwas verdienen möchtest, geht mit Createspace nur der oben beschriebene Weg über das VLB UND dem Weg, die Autorenexemplare in großer Menge in den USA zu bestellen. Dann verdient man selbst bei 30% für den Buchhandel noch etwas. Aber es ist in der Tat aufwendig. Man muss aber die Bücher auch nicht alle bei Createspace drucken lassen, sondern kann sich eine günstigere Druckerei in Deutschland suchen. Aber wenn Du wirklich große Zahlen über den Buchhandel absetzen kannst (was bei einem Ex-Verlag-Autor ja durchaus möglich ist), hast Du damit dann eine MENGE Arbeit …

Antworten
Romana

Hallo! Ich bin auch Neuling im Selbstverlag, und versuche gerade Informationen einzusammeln. Was gar nicht so leicht ist. Ich habe mich gerade wegen des Barcodes gefragt. Du sagst, die Bücher, die du an Buchhandlungen verkaufst, lässt du von Create Space liefern. Nimmst du dazu also deine deutsche ISBN, die du im VLB eintragen lassen hast und gestaltest ein neues von Amazon unabhängiges Buch mit Create Space? Es ist nämlich so, dass die ISBN von Create Space bereits im Buch drin ist und die darfst du nicht für andere Buchhandlungen nehmen. Aber das weißt du ja schon. Wenn ich das richtig verstanden habe, kann man also mit Create Space auch Bücher herstellen, die man nur drucken lässt, ohne sie auf Amazon zu verkaufen? Und dafür nimmst du dann deine ISBN, die du im VLB eintragen lassen hast. Machst du das so? Habe ich das richtig verstanden? Ist dann bei diesen gedruckten Büchern bereits der Barcode auch drauf? Wenn ja wie funktioniert das dann? Denn im Barcode findet man ja auch den Preis. Wie soll das dann gehen, wenn du deinen Preis mit den Großhändlern dann selber festlegst?

Ich habe mir auch gedacht, wie mache ich das mit dem Barcode wenn ich Bücher nicht über Create Space drucken lasse? Normal müsste es doch reichen, einen Barcode zu bestellen und dann immer wieder mit drucken lassen oder? Ich kann ja nicht wenn ich 100 Bücher drucken lasse, auch 100 Barcodes bestellen.

Antworten
Michael

Hallo Romana! Wenn Du bei Createspace ein Buch erstellst, kannst Du wählen, ob Du deren ISBN nimmst oder eine eigene eintragen. Das habe ich gemacht. Deswegen gibt es das Buch bei Amazon über Createspace und ich kann es trotzdem im Buchhandel über das VLB anbieten. Das geht aber nur bei der Erstellung des Buches, also nicht im Nachhinein …

Createspace macht den Barcode ja automatisch mit rein. Es wäre mir nur, dass dieser die Preisangabe enthält. Der Barcode stellt NUR die ISBN dar …

Viel Erfolg mit Deinen Werken! 🙂

Antworten
Romana

Achso, du hast also von Anfang an gleich deine eigene ISBN auch bei Create Space genommen?

Ich habe nämlich auch vor meine eigene zu nehmen. Muss ich halt zahlen, aber dann kann ich diese wenigstens überall verwenden.

Dass Create Space den Barcode gleich mit druckt ist natürlich praktisch. Weißt du zufällig wie das funktioniert wenn ich meine Bücher wo anders drucken lasse? Sollte gleich funktionieren oder? Ich schicke der Druckerei dann mein Buch als PDF, mit Cover und mit Barcode am Cover und die drucken das dann! Sollte so funktionieren, glaube ich!

Danke jedenfalls für deine Antwort! 🙂

Antworten
Michael

Genau, von Anfang an die eigene ISBN – musst sie dann natürlich rechtzeitig bestellen. Bei dem Barcode kann ich ansonsten auch nur raten, dass das wohl der richtige Weg ist. Ich habe das noch nie mit einer Druckerei gemacht …

Antworten
Romana

Danke für deine Antwort! Mir ist noch etwas eingefallen. Du hast gesagt Create Space druckt den Barcode automatisch mit, aber wie schaut das aus wenn ich keinen Barcode habe? Ich habe nur eine ISBN Nummer aber keinen Barcode. Erstellt Create Space dann einen? Wie hat du das gemacht? Hattest du schon einen Barcode und eine ISBN vorher schon?
Jetzt einmal allgemein, brauche ich so einen Barcode überhaupt?

Liebe Grüße
Romana

Antworten
Michael

Ehrlich gesagt habe ich mich noch nie so ausführlich mit dem Barcode beschäftigt. 🙂 Createspace druckt ihn drauf, fertig. 🙂 Ob Du ihn allgemein „brauchst“? Bei Publikationen, die in das VLB sollen, sicherlich. Aber wie gesagt: Das ist nichts anderes als eine codierte Form der ISBN …

Antworten
Romana

ja ich will mich ehrlich gesagt auch nicht so viel damit beschäftigen, deswegen wäre es mir sehr recht wenn ich einfach nur meine ISBN angeben muss und Create Space ihn drauf druckt! 😀

Antworten
H. Pütz

Erwähnt werden nur die Möglichkeiten über BOD und Amazon. Es giibt aber auch Book-on-demand in Berlin und Epubli. Wer hat hiermit Erfahrung?

Antworten
Doris

Mit Create Space habe ich noch keine Erfahrung, obwohl ich schon drei eBooks via Amazon Kindle publiziert habe.

Meine beiden anderen Bücher veröffentlichte ich bei tredition in Hamburg. Dort kann man als Self Publisher seine Bücher echt günstig in drei Ausgabeformaten veröffentlichen und bestellen kann man die Bücher dann auch im Buchhandel, bei Amazon etc.

Hier der Link zu tredition, wo man alles nachlesen kann: https://tredition.de/

Antworten
Anna

Hallo!
Danke für deinen Artikel. Ich habe mal eine ganz andere Frage, und zwar wegen der Formatierung. Es geht mir um die Rändern meines Buches. Ich hoffe du kannst mir helfen, denn bis her konnte mir niemand meine Frage beantworten. Mein Buch soll innen und außen 1,5 cm Rand haben. Normalerweise ist es ja so, dass man beim inneren Rand ca 0,50 cm wegrechnen muss für die Buchbindung. Wie ist das bei Create Space? Wenn ich meinen inneren Rand auf 1,5 cm setze, dann wird er wahrscheinlich nicht 1,5 cm bleiben oder? Sondern am Ende werde ich wahrscheinlich nur 1 cm Rand haben. Ich hätte gerne gewusst, wie viel cm inneren Rand ich eingeben muss, damit mein Buch am Ende auch 1,5 cm inneren Rand hat.
Bei Create Space konnte mir diese Frage niemand beantworten. Du als erfahrener Autor weißt schon wie viel Rand dir bei deinen Büchern schlussendlich geblieben ist. Deswegen hoffe ich du kannst mir helfen. Mein Buch ist auch nicht so dick, hat um die 140 Seiten.
Liebe Grüße

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Michael

Hallo Anna!

Ich habe das vor Urzeiten zwar mal selbst gemacht, aber mittlerweile erstellt den Buchblock für meine Bücher Corinna Rindlisbacher von ebokks.de – vielleicht findest Du auf ihrer Seite Antworten?

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Patrick Schröder

Hallo Michael,
ich danke dir für deinen Artikel, den ich jetzt endlich auch gelesen habe 🙂 Ich schreibe grad selbst an einem Buch (siehe Link), dessen Druck ich übers Crowdfunding bei startnext im September ermöglichen lassen möchte… Da meine Buchdruckerei mein Buch je nach Auflage für etwa 9 – 14 € herstellen kann, finde ich es etwas abstrus, dass all jene, die an den Zwischenbuchhandel angeschlossen zu sein scheinen, das Buch nur für 36 – 72 € im EK (!!) herstellen können, um dann noch meine Marge für den VK draufzurechnen.
Ich hatte im Januar tatsächlich einen Distributor gefunden, der 50 Bücher auf Lager liegen und sie auf Anfrage eben verschicken würde, tatsächlich so organisiert hat, dass ich lediglich knappe 5€ je Buch (in meinem Fall) hätte berappen müssen. Bei geplanten ca. 22,90€ im VK wäre das sogar realisierbar gewesen UND ich hätte selbst ein bisschen was dran verdient.
Leider habe ich mir echt alles notiert, nur diesen einen verdammten Link nicht und ich finde ihn leider auch partu nicht wieder. :-/

Daher bin ich umso dankbarer dafür, dass du diesen Artikel hier geschrieben hast und aufzeigst, dass es sehrwohl anders geht, wenn ich nicht als Overnight-Service. 🙂
Aufgrund der Handelsmarge muss ich meinen Preis evtl nochmal leicht überdenken und neu durchrechnen, aber so komme ich meiner Lösung schonmal x Schritte näher….

Drück mir mal unbekannterweise die Daumen, dass die Crowdfunding-Kampagne erfolgreich wird, denn bisher gibt es thematisch kein Buch auf dem deutschen Buchmarkt, das sich mit meinem Thema befasst, auch wenn es vielleicht nicht jeden (öffentlich) interessiert. 🙂

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Andreas J. Kampe

Hallo, Erfolgswünsche für dich, Michael,
Wüsstest du oder ihr, wer beim Aufladen des Textes (pdf) und des Covers hin zu createspace helfen würde? Hilfestellung geben würde, natürlich honorierte? Frau Langenkamp, bekannt durch ihren Ratgeber bietet das an, mein Mailanfrage wurde jedoch nicht beantwortet, fiel praktisch durch, vielleicht weggemoppt, passt ihr nicht. Sie liebt das eRauchen, bietet Link an.
Mein Thema ein Sachbereich, Google hat einiges unter den Worten
sichtoffenbarung, antlitz
Bin jetzt bei f b bei den self publishern, was eine Hilfe ist. Doch Anbieter, die Hilfe anbieten zum Hochladen, wäre meine Frage.
Übrigens hatte ich ein Schriftproblem, da ich garamond nicht nehmen wollte. Da gibt es die ofl oder SIL Lizenzen, und auf dem Gerät bei Win10 findet sich z.B. Linux Libertine, und zwei, drei andere. Es gab die Befürchtung, bei der Schrift Sylfaen Lizenz zahlen zu müssen. Geht zwar, doch fontkauf etc. alles in Englisch.

Auch ist für manche neu die google-font-family, die auch hilfreich ist, kostenlose und freie Schriften, doch es gibt unterschiedliche Lizenzinfos, meist sind sie frei.
Die CS-Templates sind ja schon mit garamond beschrieben, da dürfte es keinerlei Schwierigkeiten geben. So übel ist die auch nicht. Nimmt man unfreie fonts, könnte es Schwierigkeiten geben,
noch viel Glück mit weiteren Ausgaben, habe ihre Seite bei den „Erfahrungen“ gespeichert. Für völlig freie Fotos gibt es übrigens http://www.pixabay.com , die kann man auch in Cover umarbeiten, darf man.
Schönen Herbst 2016,
Mein Titel, in etwa:
Die Reise Angekommen beim sichtbaren Antlitz aus der Gotteswelt

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