Neues aus meiner Literatur-Werkstatt …

Das Feedback der Testleser

Letzten Freitag war die Deadline für die Testleser meines Debütromans „Soap“. Eine mitlesende Dame ist zwar spurlos verschwunden (zumindest reagiert sie nicht mehr auf Mails), aber von den anderen zwölf Leserinnen und Lesern habe ich wie gewünscht meinen Fragebogen zurückgesendet bekommen. Und nicht nur das. Einige Leserinnen sind das ganze Manuskript sehr ausführlich durchgegangen und haben konkrete Anmerkungen gemacht oder Korrekturen vorgeschlagen. Ich bekam also mein Manuskript kommentiert zurück – als Word-Dokument oder gleich so:

 

Ich hab Allen, die mitgemacht haben, schon persönlich gedankt, tue es aber gerne auch noch einmal hier: Vielen Dank! Die Rückmeldungen sind für mich ungeheuer wertvoll. Das Konzept des „Crowdsourcings“ geht für mich voll auf. Denn nicht nur habe ich nun konkrete Korrekturen oder hilfreiche Kürzungsvorschläge. Durch die heterogene Auswahl der Testleser kann ich nun auch viel besser einschätzen, wo genau meine Zielgruppe liegt bzw. wer welche Vorlieben oder Probleme hat. Es wird z.B. wenig überraschen, dass „Lindenstraßen“-Gucker teilweise ganz anders reagiert haben als Leute, die einfach nur ein unterhaltsames Buch lesen wollen. Insgesamt hat einer großen Mehrheit der Testleser das Buch gut bis sehr gut gefallen, was natürlich ein weiterer Motivationsschub war.  Ich werde mir in den nächsten Tagen die Reaktionen sehr genau anschauen, das Unstrittige überarbeiten, bei den geteilten Meinungen Entscheidungen treffen und dann eine neue Fassung des Romans erstellen. Ich freue mich drauf!

 

Selfpublishing

Mein Beitrag über die Frage, wie denn nun „Soap“ veröffentlicht werden soll, hat große Resonanz gefunden. Auch hier danke ich für das zahlreiche Feedback. An der Befragung darüber, wo man (theoretisch) mein Buch kaufen würde, haben bis heute fast 50 Leute teilgenommen. Mit dem Ergebnis, dass mein Weg über Amazon (sowohl als eBook wie auch als Taschenbuch) sehr wohl denkbar ist. Immerhin würden 84% der Befragten sowieso dort als Erstes nach dem Buch schauen. Es ist aber auch deutlich geworden, dass das Taschenbuch nach wie vor sehr viel mehr gefragt ist (nämlich auch von 84% der Befragten) als ein eBook. Umso glücklicher bin ich, dass ich dafür ebenfalls eine Möglichkeit sehe. Die Abstimmung bleibt noch eine Weile online (rechts auf der Startseite). Weitere Stimmen helfen meiner Einschätzung.

 

Public Relations

Immer mehr in den Vordergrund tritt nun das Thema „Public Relations“. Denn der Erscheinungstermin von „Soap“ Ende November rückt näher. Naturgemäß ist dies der schwierigste Teil des Selfpublishings. Zum Einen weil in den klassischen Medien ein selbstveröffentlichtes Buch immer noch den Ruch eines Hobby-Poeten hat, der keinen Verlag findet. (Wobei sich diese Einstellung langsam aber sicher verändert …) Zum Anderen weil man mit seinem kleinen Roman gegen Millionen andere Werk antritt, von denen nicht wenige mit viel Geld der Verlage gefördert werden. Das schreckt mich aber nicht. Mit Kreativität und Beharrlichkeit werde ich versuchen zu erreichen, was nur eben geht. Zu vermelden gibt es immerhin einen Gastbeitrag von mir auf der Seite ebokks, in dem ich das Projekt „Soap“ vorstelle. Außerdem baue ich nun extra für den Roman eine neue Seite bei Facebook auf, mit der ich  an „Soap“ interessierten Menschen auch dort eine Anlaufstelle biete. Hier noch ein Wink mit dem Zaunpfahl: Man kann die Facebook-Seite liken oder gar ihre Existenz verbreiten …

6 Kommentare

Edith Nebel

Wir, die wir in diversen buchaffinen Internetforen unterwegs sind und/oder einschlägige Blogs betreiben, werden uns sicher auch dort über SOAP verbreiten, sobald das Buch erschienen ist. Und bei Amazon in den Kundenrezensionen.

Die Idee mit der begleiteten Leserunde in einem Bücherforum hat auch was. Da erwischt man die Teilnehmer, einen Teil der Mitlesenden und Nachlesenden. Und weil es immer noch etwas Besonderes ist, mit dem Autor über sein Werk diskutiert zu haben, bin ich fast sicher, dass die Teilnehmer auch im richtigen Leben von dem Buch und der Leserunde erzählen. „Ich hab den Autor gefragt und er hat gemeint …“

Okay, das ist alles „Fußgängermarketing“, aber wenn man keine gut geölte Werbemaschinerie eines großen Verlags im Kreuz hat, wird man um solche Maßnahmen nicht herumkommen.

Obwohl das nicht mehr als ein Insidergag wäre, hab ich immer die alberne Vorstellung, dass jemand in der LINDENSTRASSE das Buch lesen könnte. Äh … gibt’s da Leser? Angelina? Lea? Könnte ja jemand eine blöde Bemerkung dazu machen: „Was liest denn du da für einen Schund?“ 😀

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Julia (LeseJulia)

Die Idee mit dem Leser bei Lindenstraße finde ich Genial…
Leserunde unabdingbar…ich denke da würden auch einige testleser nochmal mitmachen. und wir hätten dann ja auch ein Buch, somit wäre die Runde schon groß.
Ansonsten Blogwanderbuch anbieten, also ein Buch-Exemplar, was von Blogger zu Blogger wandert und ejder schreibt darüber einen Artiekl auf seinem Blog.

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Michael

Vielen Dank für die Ideen! Was die „Lindenstraße“ angeht, ist es aber tatsächlich so, dass das nicht geht – das würde unter „Product Placement“ fallen und das gibt mächtig Ärger bei öffentlich-rechtlichen Sendern. Deswegen werde ich generell die offiziellen Kanäle der „Lindenstraße“ nicht nutzen können. Aber das wäre ja auch zu einfach. 🙂

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Anja

Also, ich finde „Fußgängermarketing“ auch nicht unbedingt das Schlechteste – vor allem, wenn man keinen – sorry – Dukatenscheißer hat, der einem eine teure Werbekampagne stiftet. Und jeder kennt irgend jemanden, und die kennen wieder Leute – und die meisten lesen in irgendeiner Form. Also zumindest von meinen Verwandten, Freunden und Bekannten. So wird es auch mit den Leuten sein, die überhaupt in diesem Blog lesen. Oder die FB-Seite von Michael kennen. Das sind dann vermutlich hauptsächlich Lindensträßler, die aber zumindest am Thema des Romans interessiert sein dürften.

Generell empfand ich Mundpropaganda noch nie als etwas Negatives. Im Gegenteil: so bin ich mir als Konsument (egal wofür) eher sicher, dass das Produkt wirklich erprobt ist und sich da nicht nur jemand hingestellt hat und für Geld nette Worte auswendig runtergesagt hat. So empfinde ich es auch bei den Amazon-Renzensionen. Wenn auch dort ja in letzter Zeit vermehrt die Nachricht die Runde macht, dass auch diese inzwischen eingekauft werden. Liegt vermutlich auch daran, dass zwar viele bei Amazon kaufen, sich aber kaum jemand die Mühe macht, wirklich jeden erworbenen Artikel auch zu bewerten. Muss ja kein langer Text sein DAS sollte mal mehr voran getrieben werden. Dann braucht man auch keine Ghostwriter mehr beschäftigen. Aber bei all dem setze ich auch immer noch auf meinen Instinkt.

So, genug geredet: meine Stimme hast Du in jedem Fall! Und da ich sowieso schon selbst ganz gespannt bin, wie „Soap“ denn nun in der Endfassung aussehen wird und was ich von meinen Anmerkungen etc. wiedererkenne, stecke ich damit meinen persönlichen „Dunstkreis“ mit meiner Begeisterung gleich mit an!

Aber die Idee von Edith, das in die Lindenstraße mit aufzunehmen, finde ich klasse. Vermutlich gibt es dort aber zu strenge Regelungen bezüglich Produktplatzierungen. Ist eben öffentlich-rechtliches Fernsehen. Und ich würde auch nicht fragen lassen, wass die-/derjenige für einen „Schund“ liest. Tut mir ja in der Seele weh :-).

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